Vallendar

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Kaiser-Friedrich-(Aussichts-)Turm

Turmanlage in Stahlfachwerk von 1899

Am 11. Mai 1899 wurde der Kaiser-Friedrich-Turm auf dem Mallendarer Berg eingeweiht. Gestiftet wurde der eiserne Aussichtsturm vom Vallendarer Verschönerungsverein, dem Vorläufer des heutigen Verkehrsvereins. Die Firma Hilgers in Rheinbrohl entwarf und baute die Jugendstilkonstruktion.

Der bis zur Spitze 25 m hohe Turm wird von vier mächtigen Stahlpylonen getragen, die sich oberhalb der letzten Plattform kuppelartig zusammenschließen und eine Spitze tragen. Vier breite Ausleger tragen die oberste Aussichtsplattform und enden in großen Rollwerksornamenten. Der Aufstieg zum Turm erfolgt über eine eiserne Wendeltreppe.

In den folgenden Jahrzehnten nagte der Zahn der Zeit an dem eisernen Bauwerk. Die Korrosionsschäden waren 1982 so groß, dass ein weiteres Besteigen unmöglich wurde, die Stadt sperrte den Turm.

Im Oktober 1988 stellte das Landesamt für Denkmalpflege den Turm unter Denkmalschutz und stellte gleichzeitig 15.000 DM für die Sanierung bereit. Benötigt wurde aber die Summe von rund 134.200 DM. Durch Spenden von Vallendarer Institutionen und dem großzügigen Verzicht der Erbauerfirma Hilgers, die mit der Sanierung beauftragt werden sollte, auf 34.200 Sanierungskosten war der Turm gerettet. Die Stadt selbst, die auch gleichzeitig das Umfeld neu gestaltete, brauchte nur noch die Summe von 52.900 DM beizusteuern.

Am 04. August 1989 konnte der Kaiser-Friedrich-Turm endlich wieder bestiegen werden.

1999 wurde der 100. Geburtstag des Turmes gebührend gefeiert.

Vor 100 Jahren schrieb schon der Chronist:
"Schwerlich existiert am Rhein ein zweiter Rundblick, das sich diesem vergleichen könnte."

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