Das besondere Objekt: Gemälde von Zick

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    Das besondere Objekt

     

    Daten des Objektes

    Künstler:                            Gustav Zick

    Bildtitel:                             Vallendar vom Niederwerth ausgesehen

    Jahr:                                    1870

    Technik:                              Öl auf Platte

    Originalgröße (HxB):         48,5 x 65,0 cm

    Eigentümer:                       Privatbesitz

     

    Beschreibung des Objektes

    Das Gemälde zeigt eine romantisierte, fast liebliche Darstellung der Rheinfront Vallendars von der davor liegenden Rheininsel Niederwerth aus. Im Vordergrund sind zwei Figurenstaffagen zu erkennen: links ein Ehepaar mit Kind, welches Heu bzw. Gras recht und sammelt. Rechts vorne sieht man ebenfalls ein Ehepaar auf einem Nachen, dem damals üblichen Fortbewegungsmittel, um von der Insel nach Vallendar und zurück zu kommen. Eine Brücke zwischen Vallendar und Niederwerth wurde erst in den 1950er Jahren erbaut.

    Gustav Zick hat mit dem Gemälde die Ansicht der Rheinfront aus der Zeit unmittelbar vor dem Bau bzw. der Fertigstellung der Rhein-Eisenbahnstrecke festgehalten. Die Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft eröffnete am 27. Oktober 1869 den 20,75 km langen Streckenabschnitt von Neuwied über Vallendar nach Niederlahnstein. Gemäß Datierung in der Signatur („1870“) ist somit das Gemälde erst nach Inbetriebnahme der rechtsrheinischen Eisenbahnstrecke mit seinen in Vallendar heute noch zu sehenden Viadukten fertiggestellt worden.


    Detailausschnitt


    In diesem Detailausschnitt ist gut die katholische Kirche St. Marzellinus und Petrus mit dem 1841 fertiggestellten neuen Kirchenschiff zu sehen, welches den Bau zu einem der größten Hallenkirchen am Mittelrhein macht. Links davon erkennt man das 1856 erbaute Krankenhaus St. Josef und vor der Kirche das Dach nebst Obergeschoss des barocke, schlossähnliche Haus der Familie D’Ester, heute meist Marienburg genannt.

     

    Über den Künstler

    Gustav Zick, eigentlich Peter Gustav Zick, war ein deutscher Maler, der als Sohn des Bildnis- und Landschaftsmalers Konrad Zick am 12. Mai 1809 in Koblenz geboren wurde. Er war der Enkel des bekannten Freskomalers Januarius Zick.

    Zick erlernte die Grundlagen der Malerei bei seinem Vater Konrad und studierte später Malerei an den Kunstakademien in Düsseldorf und Berlin. Ab 1840 war er in Koblenz tätig als Restaurator, Zeichenlehrer und Kopist, wobei er neben Tierdarstellungen ebenso Porträts und Landschaften, wie das hier dargestellte Ölbild von Vallendar, schuf. Er war verheiratet, hatte einen 1845 in Koblenz geborenen Sohn (Franz Leonhard) Alexander, der ebenfalls Künstler wurde, und starb am 30. März 1886 in Koblenz.

    Nähere Informationen unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Zick

    Bei Fragen und Hinweisen können Sie sich gerne wenden an den ehrenamtlichen Betreuer des virtuellen Museums: Adolf T. Schneider, museum@vallendar-rhein.de