Wegepaten auf Erkundung mit dem städtischen Revierförster


Am 15. Juni 2024 kamen die Wegepaten der Stadt Vallendar wieder einmal in den Genuss einer  geführten Wanderung durch den städtischen Wald, diesmal  rund um die ehemalige Tongrube.

Der zuständige Revierförster Herrn Kern zeigte unterwegs an Bäumen, welche Schädigungen der städtische Wald in den zurückliegenden Jahren durch die Trockenheit und die Hitze erlitten hat. Die Baumkronen, entweder sind sie schütter oder die Äste sind von oben her kahl geworden, wie bei der Esche am Wegesrand.

Die Stadt Vallendar als Waldbesitzer steht mit ihrem Försters vor der großen Herausforderung, den Wald umzubauen, damit er klimastabiler wird.

Esskastanie, Douglasie statt Fichte sowie die Paulownia, als schnell wachsender Baum, und der Mischwald sind Beispiele beim Experimentieren. Erfahrungen von Kollegen werden untereinander ausgetauscht. Mit „12“ markierte Baumgruppen fielen den interessierten Wanderern auf. Das Land verspricht in seinem Programm zum „Klimaangepassten Waldmanagement“ eine hohe finanzielle jährliche Förderung als Kompensation, wenn die Waldbesitzer 5 % ihrer Waldfläche über 20 Jahre von der Bewirtschaftung ausnehmen. Die 12-er Baumgruppe gehört an der Stelle zu dem Programm.

Weil Starkregenereignisse verbunden mit Hangrutschungen auch in Vallendar, u.a.  bei der Verfüllung und Renaturierung der ehemaligen Tongrube, festgestellt wurden und Handlungsbedarf erforderten, interessierte besonders der Blick auf die entstandenen Abgrabungsgewässer. Erstaunlich war für alle Teilnehmer, wie schnell sich auf der Aufschüttungsfläche eine neue  Flora neben dem Waldrand entwickelt hatte.

Das Angebot an die ehrenamtlichen Wegepaten, Einblicke in das wirtschaftliche und gleichzeitig nachhaltige Handeln des Försters vor Ort kennenzulernen, befördert das Verständnis dafür. Es ist gleichzeitig ein Dankeschön an die Wegepaten für die Betreuung des 90 km langen Wandernetzes innerhalb von Vallendar.

„Lernen beim Wandern“, war wieder einmal ein begeisterndes Naturerlebnis für die Wegepaten mit der Erkenntnis, dass Klimawandel Waldwandel bedeutet.

 

Neun Wegepaten, zum Teil mit Partnern, kontrollieren die Wanderwege 1 bis 9 und den Wanderweg 15, der in Verbindung mit dem Rheinsteig-Projekt angelegt wurde.

Nach 17-jähriger regelmäßiger Begehung der Wanderwege 2 und 8 baten die zuständigen Wegepaten um Entbindung von ihrer ehrenamtlichen Aufgabe.

Die Stadt Vallendar sucht daher zwei neue Wegepaten für die beiden Wege (auch per e-Bike möglich).

Wer Interesse hat, wende sich an das Rathaus der Stadt Vallendar, Rathausplatz 5,

Telefon 0261- 6675780 oder per Mail info@vallendar-rhein.de  oder an

Anita Herr, Vorsitzende des Verkehrsvereins, Telefon 0261- 69573 oder per Mail  <anita.herr@hotmail.de>